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Über mich

Der Mensch ist wie ein Baum. Ein Baum verändert sein Bild in den Jahreszeiten, mit den Jahren durch andere Bäume, Pflanzen, Bebauungen, Zerstörungen und durch seinen Alterungsprozess. Er kann zielstrebig gerade wachsen oder wegen Beeinflussung sich neue Richtungen suchen. Er wird immer dem Licht entgegen streben. Seine Wurzeln jedoch bleiben an einem Ort.
Genauso ist es mit dem Menschen. Er kann sich ändern, anpassen, rebellieren. Seine Wurzeln bleiben seine Wurzeln. Und je älter er wird, um so verwurzelter wird er.
Dies habe ich auch für mich als gültig festgestellt. Ich wuchs in einer Zeit auf, als der zweite Weltkrieg noch nicht ganz verdrängt war, als Ruinen zwar seltener, aber immer noch real zum Stadtbild gehörten. Ich betrachte mich eher den 67ern als den 68ern zugehörig. Wobei ich weder Hippie noch Steinewerfer war. Bürgerlicher Ausreißer, geprägt von Cohen, Dylan, Morrison, Pink Floyd, Degenhard und all den anderen, die etwas übermitteln konnten. Die Literatur gab damals für mich wenig her. Moderne Literatur war mir ein Graus. Klassiker waren inhaltlich zu weit entfernt. Ich stand vor einem literarischen Loch. Trotzdem las ich gerne und viel. Vielleicht war das der Grund, warum ich zu schreiben begann.
Das Leben war konfus, ohne körperlichen Mangel, dafür umso mehr geistigen. Ich wusste, so nicht. Ich wusste aber auch nicht, wie. Ich habe dann Jahrzehnte herumprobiert. Ein Ergebnis steht immer noch aus.

 

 

 

 

 
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